HR-KANDIDATENCHECK ZUR LANDTAGSWAHL 2018 IN HESSEN


33 FRAGEN UND 33 ANTWORTEN IM 4-MINUTEN-INTERVIEW

1. FRAU GLASER, WARUM TRETEN SIE BEI DIESER WAHL AN?
Um schlechte Politik besser zu machen.

2. WORÜBER WÜRDEN SIE GERNE IHRE ERSTE REDE IM NEUEN LANDTAG HALTEN?
„Landwirtschaft/Leben im ländlichen Raum“ oder „Beendigung von Bildungsexperimenten“

3. IM FALL EINER KOALITIONSBETEILIGUNG: WELCHE PARTEI WÄRE IHR LIEBLINGSPARTNER?
Die Frage stellt sich derzeit nicht, weil wir keine Lieblingspartner haben…

4. WELCHE PROBLEME IN DER BILDUNGSPOLITIK IN HESSEN SOLLTE DIE NEUE
LANDESREGIERUNG VOR ALLEM ANGEHEN?
Verantwortungslose Bildungsexperimente beenden, durchgängige Beschulung sicherstellen.

5. WAS IST DIE WICHTIGSTE AUFGABE BEIM THEMA ZUWANDERUNG?
Grenzen für unkontrollierte Migration schließen, abgelehnte/illegale Migranten ausweisen. Anerkannten Asylbewerbern echte (!) Bleibe- und Integrationschancen bieten. Diskriminierung von ausländischen, gesellschaftlich angekommenen Mitbürgern verhindern.

6. STRASSE ODER SCHIENE – WELCHE SCHWERPUNKTE MÖCHTEN SIE IN DER VERKEHRSPOLITIK SETZEN?
Verkehrsfluss auf den großen Achsen optimieren, Sanierungsrückstände aufarbeiten, IC-Halte (z. B. in Treysa) erhalten.

7. WAS SCHLAGEN SIE VOR, UM WOHNUNGSKNAPPHEIT UND STEIGENDE MIETEN IN GRÖSSEREN STÄDTEN ZU BEKÄMPFEN?
Ursachen für derzeitige Wohnungsnot (hohe Zuwanderung) verringern, Grundsteuer und Grunderwerbsteuer abschaffen, um Investieren und Bauen günstiger zu machen. Regelungen für gemeinschaftliches Wohnen von Sozialhilfeempfängern ändern. Null-Zins-Politik der EZB beenden…

8. WAS KANN DAS LAND GEGEN DIE DROHENDE VERÖDUNG VON DÖRFERN UND
KLEINSTÄDTEN TUN?
Den ländlichen Raum für Familien attraktiver machen. Familienpolitik, die die Vitalität der Dörfer durch Menschen, die dort leben, wieder herstellt.

9. SOLLTE HESSEN DEN AUSBAU ERNEUERBARER ENERGIEN WIE WINDKRAFT FORCIEREN?
Nein! Die Windkraft ist ein Windei. Ich will mein Leben auch bei Windstille nicht unterbrechen. (Wenn keine Sonne scheint übrigens auch nicht….)

10. WO SEHEN SIE DIE WICHTIGSTEN HERAUSFORDERUNGEN AUF DEM GEBIET DER INNEREN SICHERHEIT IN HESSEN?
In einer bedrohlich zunehmenden Kriminalität, insbesondere gegenüber Frauen. Die Einführung eines neuen Straftatendeliktes „Gruppenvergewaltigung“ in der polizeilichen Kriminalstatistik ist alarmierend!

11. WAS MUSS AUF DEM GEBIET DER SOZIALPOLITIK IN HESSEN VOR ALLEM GESCHEHEN?
Die Gesetzgebungskompetenz für alle sozialen Sicherungssysteme in Deutschland liegt beim Bund.

12. SPAREN UND SCHULDEN ABBAUEN ODER EINNAHMEN ERHÖHEN FÜR MEHR
INVESTITIONEN: WAS IST IHRE LINIE IN DER FINANZPOLITIK?
Nur durch solide Finanzpolitik ist eine nachhaltige Investitionspolitik möglich. Wer Schulden macht, verliert die Investitionskraft.

13. WAS MUSS EINE KÜNFTIGE LANDESREGIERUNG BEI DER DIGITALISIERUNG DRINGEND ANPACKEN?
Zeitnahe flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet bis in die kleinste Hütte wie in Norwegen und Schweden…

14. SIND SIE DAFÜR, DASS DIE KINDERBETREUUNG IN KRIPPEN UND KITAS GANZTÄGIG KOSTENLOS WIRD?
Nein, es ist auch hier wie in vielen anderen Bereichen: Was nichts kostet, ist meist nichts wert. Wenn „Betreuung“ pädagogisch hochwertige Begleitung durch einen kindlichen Tag bedeutet und nicht nur ein pures Verwahren, um elterliche Freiräume zu ermöglichen, dann kostet das Geld.

15. TRETEN SIE FÜR DIESELFAHRVERBOTE IN STÄDTEN MIT HOHER SCHADSTOFFBELASTUNG EIN?
Natürlich nicht, es gibt kein NOx-Problem. Auf der Diesel-Weltkarte ist Deutschland die einzige Dieselverbots-Insel….

16. WAS SCHLAGEN SIE VOR, UM DEN ÄRZTEMANGEL IN BESTIMMTEN REGIONEN ODER FACHRICHTUNGEN ZU BEHEBEN?
Beispielsweise die Kassenärztliche Vereinigung dazu veranlassen, flexibler, praxis- und standortorientierter abzurechnen. Die Zahl der zulässigen Hausbesuche kann in der Großstadt nicht identisch sein mit einer Landarztpraxis im Flächenkreis!

17. SOLLTE HESSEN TROTZ DER VERLUSTE AM REGIONALFLUGHAFEN KASSEL-CALDEN FESTHALTEN?
Schwierig. Regionale Mobilität/schnelle Flugverbindungen sind insbesondere für die Wirtschaft immens wichtig. Passagier- und Frachtaufkommen haben sich im letzten Jahr gegenüber 2017 verbessert. Ich würde die „Mobilitätsstudie“ des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums und des House of Logistic and Mobility zu zukünftigen Anforderungen an dezentrale Flugplatzinfrastruktur abwarten.

18. SIND SIE DAFÜR, DEM EINZELHANDEL MEHR VERKAUFSOFFENE SONNTAGE ZU
ERLAUBEN?
Ja.

19. KOMMUNEN KÖNNEN ANWOHNERN AN DEN KOSTEN FÜR STRASSENSANIERUNGEN BETEILIGEN - SOLLTE DAS LAND ANWOHNER GENERELL VON DIESEN KOSTEN BEFREIEN?
Ja. Straßenbau- und -pflege sind originäre Pflichtaufgaben der Kommune, Straßenausbaubeiträge sind daher gesetzgeberisch abzuschaffen.

20. BRAUCHT HESSEN MEHR GANZTAGSSCHULEN? Nein.

21. WAS KANN DIE LANDESPOLITIK GEGEN KINDERARMUT TUN?
Kinderarmut nimmt dann ab, wenn wir eine blühende Wirtschaft haben, wenn Kinder gut ausgebildet sind und ihre Eltern vernünftige Einkommen erzielen. Die ihnen auch nicht wegbesteuert werden….

22. SOLLTE HESSEN MEHR ODER WENIGER IN DEN AUSBAU VON HOCHSCHULEN
INVESTIEREN?
Hochschulen sollten angemessen ausgestattet, aber auch der dualen Ausbildung endlich wieder der Stellenwert gegeben werden, der ihr für unsere Wirtschaftsstruktur gebührt. Der Überakademisierung ist entgegenzutreten. Schluss mit Möchte-gern-Studien-Gängen durch Gender-Unsinn und ähnliche Fächer-Erfindungen. Wir brauchen nicht mehr Geld, wir brauchen die richtigen Entscheidungen.

23. SIND SIE DAFÜR, DEN UMWELTSCHUTZ AUSZUWEITEN? Die Frage ist wegen ihrer Allgemeinheit nicht beantwortbar.

24. UNTERNIMMT DAS LAND GENUG GEGEN DEN FLUGLÄRM IM RHEIN-MAIN-GEBIET?
Lärmschutz ist mit allem vertretbaren Aufwand zu gewährleisten. Der Flughafen ist aber auch ein unverzichtbarer Bestandteil der hessischen Wirtschaftsinfrastruktur – die Grätsche zwischen Nutzen und Zumutung muss dem Land gelingen.

25. SIND SIE DAFÜR, DASS SICH DIE VERANSTALTER VON FUSSBALL-BUNDESLIGASPIELEN AN DEN KOSTEN FÜR POLIZEIEINSÄTZE BETEILIGEN SOLLTEN?
Ja. Wer den ökonomischen Nutzen dieser Veranstaltungen hat, hat auch Pflichten und für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

26. SOLLTEN IN HESSEN NUR NOCH ÖKOLOGISCHE TIERHALTUNGSBETRIEBE ZUGELASSEN WERDEN?
Mangels Definition von „ökologisch“ in diesem Zusammenhang: Nein.

27.WÄHLEN AB 16: SETZEN SIE SICH FÜR EIN ABSENKEN DES WAHLALTERS BEI
LANDTAGS- UND KOMMUNALWAHLEN EIN?
Das Wahlrecht hat zu tun mit Lebenserfahrung, Bildung, dem Verständnis von komplexen politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen und hängt auch an den Bürgerrechten, die man nun einmal erst mit 18 Jahren erwirbt. Und wenn - warum die Einschränkung auf Landtags- und Kommunalwahlen? Sind diese von minderer Qualität oder geringerer Bedeutung??

28.THEMA INKLUSION: WAS MUSS GETAN WERDEN, DAMIT MENSCHEN MIT BEHINDERUNG BESSER IN DIE GESELLSCHAFT INTEGRIERT WERDEN?
Zwanghafte Inkludierung macht niemanden glücklich. Was „getan werden muss“ kann angesichts der Vielfältigkeit von gesundheitlichen Einschränkungen nur am einzelnen Schicksal eines Betroffenen entschieden werden. Und immer nur im Interesse des Kindes und seiner Eltern – nicht aufgrund von gesellschaftlichem Druck.

29.SOLLTE HESSEN MEHR IM KAMPF GEGEN RASSISMUS, FREMDENFEINDLICHKEIT UND ANTISEMITISMUS TUN?
Helmut Schmidt 2008: „Wer die Zahl der Muslime in Deutschland erhöhen will, nimmt eine zunehmende Gefährdung unseres inneren Friedens in Kauf.“

30. SEIT JANUAR FAHREN BESCHÄFTIGTE DES LANDES HESSEN KOSTENLOS MIT DEM ÖPNV – WIE STEHEN SIE ZU EINEM FLÄCHENDECKENDEN KOSTENLOSEN LANDESTICKET FÜR ALLE MENSCHEN IN HESSEN?
Es bleibt völlig unerfindlich, wieso die Beschäftigten des Landes Hessen gegenüber allen anderen Bürgern bevorzugt werden. Wer öffentliche Güter kostenlos zu Verfügung stellt, treibt den Staat in den finanziellen Ruin (siehe das Bundesland Bremen).

31. SOLLTE FÜR PFLICHTPRAKTIKA VON STUDIERENDEN DER MINDESTLOHN GEZAHLT WERDEN?
Man kann die Durchführung von Praktika auch so beschweren, dass sie nicht mehr möglich sind….

32. WELCHE BEREICHE IN DER KULTURFÖRDERUNG WÜRDEN SIE BESONDERS STÄRKEN?
Kulturelle Aktivitäten der Zivilgesellschaft wie regionale Theatergruppen, Kulturvereine (Gesang, Musik usw.), Heimatmuseen und ähnliches.

33. WELCHE MASSNAHMEN WÜRDEN SIE ERGREIFEN, UM GRÜNDER UND
KLEINSTUNTERNEHMER IN HESSEN BESSER ZU UNTERSTÜTZEN?
Bessere Bildung, abgespeckte Bürokratie, niedrigere Steuern.

 

HR-KANDIDATENCHECK ZUR LANDTAGSWAHL 2018 IN HESSEN


33 FRAGEN UND 33 ANTWORTEN IM 4-MINUTEN-INTERVIEW

1. HERR VÖLKER, WARUM TRETEN SIE BEI DIESER WAHL AN?
Die politischen und sozialen Veränderungen, die seit Jahren in unserem Land stattfinden, haben mich zum Nachdenken gebracht. Ich habe erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Ich habe die AfD als einzige Partei wahrgenommen, die sich diesen Fehlentwicklungen entgegenstellt. Daher bin ich der AfD beigetreten und bringe mich nun durch meine Kandidatur aktiv politisch ein.

2. WORÜBER WÜRDEN SIE GERNE IHRE ERSTE REDE IM NEUEN LANDTAG HALTEN?
Meine erste Rede im Landtag würde sich voraussichtlich mit Energiepolitik oder Bildungspolitik beschäftigen.

3. IM FALL EINER KOALITIONSBETEILIGUNG: WELCHE PARTEI WÄRE IHR LIEBLINGSPARTNER?
Über eine Koalition kann man erst sprechen, wenn es genaue Zahlen zum Wahlausgang gibt. Natürlich sind wir gegenüber Parteien offen, die sich auf demokratischem Boden bewegen und ähnliche Ziele, wie wir, vertreten.

4. WELCHE PROBLEME IN DER BILDUNGSPOLITIK IN HESSEN SOLLTE DIE NEUE
LANDESREGIERUNG VOR ALLEM ANGEHEN?
In vielen Schulen herrscht ein Sanierungsstau. Man hat viele Jahre einen harten Sparkurs gefahren. In den letzten Jahren wurden Lehrer an den Universitäten ausgebildet, die aber nicht im Schuldienst gelandet sind, weil unterschiedliche Gründe dies verhindert haben. Andererseits wird von einem großen Lehrerbedarf gesprochen und man will dem Unterrichtsausfall entgegenwirken, indem man auch Bewerber ohne pädagogische Ausbildung einsetzen möchte. Das ist ein absoluter Widerspruch. Ebenso ist festzustellen, dass Gewalt und Mobbing auch an den Schulen zugenommen haben. Das ist bedenklich und kann so nicht hingenommen werden.

5. WAS IST DIE WICHTIGSTE AUFGABE BEIM THEMA ZUWANDERUNG?
Die Sicherung der EU-Außengrenze ist ein wichtiges Ziel. Keine Einreise ohne gültige Ausweispapiere. Es muss geklärt werden, wer in unser Land einreisen will. Prüfen, ob eine Bleibeberechtigung bzw. eine Bleibeperspektive überhaupt gegeben ist.

6. STRASSE ODER SCHIENE – WELCHE SCHWERPUNKTE MÖCHTEN SIE IN DER VERKEHRSPOLITIK SETZEN?
Wir benötigen beides. Ein ausgebautes Straßennetz ist genauso wichtig, wie eine gute Schieneninfrastruktur für einen zuverlässigen Zug- und S-Bahn-Verkehr.

7. WAS SCHLAGEN SIE VOR, UM WOHNUNGSKNAPPHEIT UND STEIGENDE MIETEN IN GRÖSSEREN STÄDTEN ZU BEKÄMPFEN?
Bauen ist in der Regel eine längerfristige Angelegenheit. Um schnell und kostengünstig bauen zu können, müssen die bürokratischen Prozesse und Vorschriften auf ein notwendiges Maß reduziert werden. Wenn eine Gemeinde nicht selbst aktiv Bautätigkeiten durchführen möchte, muss sie privaten Investoren Anreize setzen, dies zu tun. Die Menschen ziehen heutzutage aus beruflichen Gründen verstärkt in die größeren Städte. Natürlich muss man sich fragen, ob man in den ländlichen Regionen nicht die notwendige Infrastruktur schaffen kann, um für Firmen attraktiver zu werden. Das würde die Abwanderung in die größeren Städte vermindern und somit auch den Wohnungsmarkt dort entspannen.

8. WAS KANN DAS LAND GEGEN DIE DROHENDE VERÖDUNG VON DÖRFERN UND
KLEINSTÄDTEN TUN?
Damit Firmen und somit Arbeitsplätze im ländlichen Raum erhalten bleiben, muss eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sein. Der schnelle und konsequente Breitbandausbau auch in Dörfern und Kleinstädten ist die Voraussetzung hierzu. Dies gilt auch für den Erhalt des öffentlichen Nahverkehrs. Wo die Infrastruktur stimmt, werden auch die Menschen bleiben und nicht in die größeren Städte abwandern.

9. SOLLTE HESSEN DEN AUSBAU ERNEUERBARER ENERGIEN WIE WINDKRAFT FORCIEREN?
Generell gilt, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien natürlich von den Bürgern akzeptiert werden muss. Das ist bei Windkraftanlagen heute nicht mehr gegeben. Als Gründe werden z. B. Verschandelung der Landschaft, Geräuschentwicklung oder Vogelschutz genannt. Bei Solaranlagen sieht dies anders aus.

10. WO SEHEN SIE DIE WICHTIGSTEN HERAUSFORDERUNGEN AUF DEM GEBIET DER INNEREN SICHERHEIT IN HESSEN?
Die AfD hat hierzu eine Vielzahl von Maßnahmen in ihr Landtagswahlprogramm aufgenommen. Unter anderem fordern wir auch mehr Polizeipräsenz im öffentlichen Raum und eine Aufstockung des Polizeipersonals, wobei wir für den Polizeidienst die deutsche Staatsbürgerschaft als zwingende Voraussetzung sehen. No-go-Areas dürfen nicht geduldet werden.

11. WAS MUSS AUF DEM GEBIET DER SOZIALPOLITIK IN HESSEN VOR ALLEM GESCHEHEN?
Wir haben unter der einheimischen Bevölkerung auch arme Menschen, das wird oft vergessen zu erwähnen. Stattdessen gibt es aus gewissen Kreisen immer wieder die Behauptung, dass Deutschland ein reiches Land sei und deshalb eine unbegrenzte Zahl von Migranten aufnehmen kann, die dann von unserem Staat mit Wohnraum und entsprechenden finanziellen Mitteln ausgestattet werden. Obdachlose, Geringverdiener und Rentner, die am unteren Einkommensspektrum leben und für unser Land gearbeitet haben, finden hierbei anscheinend keine Beachtung mehr. Das zeigt, dass wir mehr Gerechtigkeit in der Sozialpolitik brauchen.

12. SPAREN UND SCHULDEN ABBAUEN ODER EINNAHMEN ERHÖHEN FÜR MEHR
INVESTITIONEN: WAS IST IHRE LINIE IN DER FINANZPOLITIK?
Es gibt Bereiche, wo wir Investitionen tätigen müssen, um unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Andererseits gehört es zu einer soliden Finanzpolitik, nur das auszugeben, was man auch an Einnahmen hat. Jahrelang wurde darüber diskutiert, welchen hohen Schuldenberg wir den nachfolgenden Generationen hinterlassen werden. Daher ist es sinnvoll, in guten wirtschaftlichen Zeiten, wie wir sie zurzeit haben, den Schuldenberg zu reduzieren, denn wenn nicht jetzt, wann dann? Weniger Schulden bedeuten weniger Zinslast und damit mehr finanziellen Handlungsspielraum, besonders dann, wenn die Zinsen irgendwann wieder ansteigen werden.

13. WAS MUSS EINE KÜNFTIGE LANDESREGIERUNG BEI DER DIGITALISIERUNG DRINGEND ANPACKEN?
Die ländlichen Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden. Die Bereitstellung einer guten Infrastruktur, im Besonderen von schnellen Internetverbindungen, muss mehr Priorität erhalten.

14. SIND SIE DAFÜR, DASS DIE KINDERBETREUUNG IN KRIPPEN UND KITAS GANZTÄGIG KOSTENLOS WIRD?
Unser Ziel sollte es doch sein, dass Kinder von ihren Eltern erzogen werden. Bei Geringverdienern kann es notwendig sein, dass beide Elternteile arbeiten gehen, um den Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Hier kann eine finanzielle Unterstützung für die Kinderbetreuung sinnvoll sein. Bei Ehepaaren mit überdurchschnittlich hohen Einkommen ist eine weitere finanzielle Unterstützung sicherlich nicht notwendig.

15. TRETEN SIE FÜR DIESELFAHRVERBOTE IN STÄDTEN MIT HOHER SCHADSTOFFBELASTUNG EIN?
Die hohen Schadstoffbelastungen haben die Auto-Hersteller zu verantworten. Mittlerweile gibt es Gerichtsurteile zu Dieselfahrverboten in Städten. Dieselfahrverbote dürfen jedoch nicht ideologisch sein. Dass die neueren Diesel die vorgeschriebenen Schadstoffgrenzen einhalten, muss überprüft werden. Eine stärkere Haftung der Hersteller bei Nicht-Einhaltung der Grenzwerte ist unabdingbar.

16. WAS SCHLAGEN SIE VOR, UM DEN ÄRZTEMANGEL IN BESTIMMTEN REGIONEN ODER FACHRICHTUNGEN ZU BEHEBEN?
Es ist nicht nachvollziehbar, dass Abiturienten, die „nur“ die Note 2 im Abitur haben, aufgrund des Numerus clausus Schwierigkeiten haben, einen Studienplatz in Medizin zu erhalten. Einser-Schüler sind nicht generell die besseren Ärzte. Andererseits will man verstärkt Ärzte, die als Migranten zu uns gekommen sind, bei uns einsetzen. Ob diese Menschen eine Studienberechtigung hatten, die mit unserem Abitur vergleichbar ist, wissen wir nicht. Das passt doch alles nicht zusammen. Wir müssen vielmehr sehen, dass der Numerus clausus gesenkt wird. Außerdem sollte es finanzielle Anreize für junge Ärzte geben, auch als „Landarzt“ tätig zu sein.

17. SOLLTE HESSEN TROTZ DER VERLUSTE AM REGIONALFLUGHAFEN KASSEL-CALDEN FESTHALTEN?
Ohne ein nachhaltiges Nutzungskonzept für den Regionalflughafen Kassel-Calden wird es nicht gehen. Wenn es das nicht gibt, wird ein Fortbestehen auf Dauer fraglich sein.

18. SIND SIE DAFÜR, DEM EINZELHANDEL MEHR VERKAUFSOFFENE SONNTAGE ZU
ERLAUBEN?
Nein. Es entspricht weder unserem christlichen Glauben, noch ist es familienfreundlich. Ob es dem Einzelhandel wirklich etwas bringt, ist zu bezweifeln, da immer mehr Kunden im Internet bestellen. Verkaufsoffene Sonntage gehen einseitig zu Lasten der Freizeit des Verkaufspersonals und sind daher unsozial.

19. KOMMUNEN KÖNNEN ANWOHNERN AN DEN KOSTEN FÜR STRASSENSANIERUNGEN BETEILIGEN - SOLLTE DAS LAND ANWOHNER GENERELL VON DIESEN KOSTEN BEFREIEN?
Öffentliche Straßen können auch von der Öffentlichkeit benutzt werden, daher soll auch die Allgemeinheit bezahlen.

20. BRAUCHT HESSEN MEHR GANZTAGSSCHULEN? Nein.

21. WAS KANN DIE LANDESPOLITIK GEGEN KINDERARMUT TUN?
Kinderarmut in diesem Sinne gibt es in unserem Land nicht. Vielmehr sind es die Eltern, die ein geringes oder fehlendes Einkommen haben und auf Sozialleistungen (Hartz IV) angewiesen sind. Die darin enthaltenen Sätze für Kinder sind aber so bemessen, dass für die Kinder ausreichend gesorgt ist, sonst hätten die Gerichte dies auch schon längst bemängelt.
22. SOLLTE HESSEN MEHR ODER WENIGER IN DEN AUSBAU VON HOCHSCHULEN
INVESTIEREN?
Der Hochschulausbau hängt stark von den Studentenzahlen ab, die man in den kommenden Jahren erwartet. In den letzten Jahren haben die Studentenzahlen zugenommen. Einige Bereiche haben einen starken Zulauf. Bereiche, die in unserer Wirtschaft eine besondere Rolle spielen, müssen auch durch Investitionen gestärkt werden. Gender-Forschung speziell zu fördern gehört sicherlich nicht dazu.

23. SIND SIE DAFÜR, DEN UMWELTSCHUTZ AUSZUWEITEN?
Es gibt durchaus Bereiche, wo wir unsere Anstrengungen verstärken müssen. Momentan sehen wir, wie ein ungezügelter Kunststoffeinsatz und die gewissenlose Müllentsorgung unsere Weltmeere belasten und den Lebensraum und die Nahrungsquellen von Tieren und Menschen langfristig gefährden.

24. UNTERNIMMT DAS LAND GENUG GEGEN DEN FLUGLÄRM IM RHEIN-MAIN-GEBIET?
Man muss klarstellen, dass der Flughafen im Rhein-Main-Gebiet auch ein wirtschaftlicher Faktor ist. Daher müssen Kompromisse gefunden werden, um den Betrieb zu gewährleisten. Maßnahmen können z. B. sein: Zuschüsse für Lärmschutzfenster von Bewohnern entlang von Flugschneisen, leisere Flugzeuge / Triebwerke.

25. SIND SIE DAFÜR, DASS SICH DIE VERANSTALTER VON FUSSBALL-BUNDESLIGASPIELEN AN DEN KOSTEN FÜR POLIZEIEINSÄTZE BETEILIGEN SOLLTEN?
Dies wäre gegenüber der Allgemeinheit nur gerecht.

26. SOLLTEN IN HESSEN NUR NOCH ÖKOLOGISCHE TIERHALTUNGSBETRIEBE ZUGELASSEN WERDEN?Nein, da rund 90 Prozent der Landwirte konventionell wirtschaften. Ökologische Tierhaltung ist meist teurer und setzt sich nur durch, wenn der Käufer auch bereit ist, mehr für seine Nahrungsmittel zu bezahlen.

27.WÄHLEN AB 16: SETZEN SIE SICH FÜR EIN ABSENKEN DES WAHLALTERS BEI
LANDTAGS- UND KOMMUNALWAHLEN EIN?
Das ist meiner Meinung nach eine Methode, die ich mehr dem linken Lager zutrauen würde. Nur das Wahlalter auf 16 Jahre herabzusetzen, um damit besonders viele Wählerstimmen von den jungen Wählern zu erhalten, halte ich für falsch. Wer wählen darf, sollte auch über ein gewisses Maß an Lebenserfahrung verfügen. Dazu gehören auch Sozialkompetenz und Wissen, wie die Zusammenhänge in unserer Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt sind. Praktische Erfahrungen sind dabei unerlässlich. Schüler, die nur rein idealistisch geprägt wurden, können für unsere Gesellschaft fatal sein, wenn kein Bezug zur Realität vorhanden ist.

28.THEMA INKLUSION: WAS MUSS GETAN WERDEN, DAMIT MENSCHEN MIT BEHINDERUNG BESSER IN DIE GESELLSCHAFT INTEGRIERT WERDEN?
Dort, wo Inklusion möglich ist, spricht nichts dagegen. Ein generell möglicher Ansatz ist es sicherlich nicht. Die öffentlichen Schulen sind nicht alle auf diese sich daraus ergebenden Herausforderungen vorbereitet, sei es baulicher Art oder von der Ausbildung der Lehrer her. Daher plädiert die AfD für den Erhalt von Förderschulen. Das liegt auch im Interesse des Lernerfolgs der sonstigen Schüler im Unterricht.

29.SOLLTE HESSEN MEHR IM KAMPF GEGEN RASSISMUS, FREMDENFEINDLICHKEIT UND ANTISEMITISMUS TUN?
Besonders Kräfte aus dem linkspolitischen Lager versuchen, die demokratisch legitimierte AfD unter Verwendung solcher Begriffe zu diffamieren. Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit dieser Migrationspolitik, wie sie zurzeit in Deutschland gehandhabt wird, ist noch lange kein Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit. Antisemitismus ist wohl eher bei Zuwanderern aus islamisch geprägten Ländern zu finden.

30. SEIT JANUAR FAHREN BESCHÄFTIGTE DES LANDES HESSEN KOSTENLOS MIT DEM ÖPNV – WIE STEHEN SIE ZU EINEM FLÄCHENDECKENDEN KOSTENLOSEN LANDESTICKET FÜR ALLE MENSCHEN IN HESSEN?
Ein Nulltarif würde den öffentlichen Nahverkehr sofort zusammenbrechen lassen. Die Kapazität würde nicht ausreichen, um alle Fahrgäste zu befördern. Ermäßigte Tickets für einen größeren Kreis an Berechtigten sollten sicherlich möglich sein.

31. SOLLTE FÜR PFLICHTPRAKTIKA VON STUDIERENDEN DER MINDESTLOHN GEZAHLT WERDEN?
Dies ist sicherlich abhängig von der Beschäftigung und der Dauer.

32. WELCHE BEREICHE IN DER KULTURFÖRDERUNG WÜRDEN SIE BESONDERS STÄRKEN?
Die Kultur, wie man miteinander umgeht. Zu Kultur gehört aber auch Bildung. Durch Internet, Fernsehen und Smartphone werden Bücher immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Stattdessen setzt man auf Hörbücher und eBook-Reader. Das ist schade. Es ist aber ein Zeichen unserer Zeit. Das Vermitteln von Bildung darf jedoch nicht nur von technischen Geräten abhängig sein. Kultur bedeutet auch altes ein Stück weit zu bewahren. Wir sollten noch wissen, wo wir herkommen.

33. WELCHE MASSNAHMEN WÜRDEN SIE ERGREIFEN, UM GRÜNDER UND
KLEINSTUNTERNEHMER IN HESSEN BESSER ZU UNTERSTÜTZEN?
Bürokratie abbauen. Keine Vorauszahlungen von Steuern oder Beiträgen. Die Rahmenbedingungen verbessern, um bei guten Voraussetzungen einfacher an notwendige Kredite und Räumlichkeiten zu gelangen.

 

 

 

 

 


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