Kreisverband Schwalm-Eder

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Petry: Offenbar 64 Millionen für Daimler aus Steuermitteln und kaum ein eingestellter Flüchtling?
14.07.2016 12:54

 

Dresden, 12. Juli 2016. Dazu sagt die AfD-Vorsitzende Frauke Petry:

Die Heuchelei gehört nicht zu den Todsünden, steht aber mit fast allen in enger Verbindung. Mitte September 2015, auf dem Höhepunkt der Einwanderungswelle, erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche, die Einwanderer könnten ein „neues Wirtschaftswunder bringen“; zwar sei nicht jeder ein Ingenieur, Mechaniker oder Unternehmer, aber wer sein komplettes Leben zurücklasse, sei hoch motiviert. „Genau solche Menschen suchen wir bei Mercedes und überall in unserem Land.“ Wieviele „Flüchtlinge“ hat Daimler nach gründlicher, ein Dreivierteljahr währender Suche eingestellt? Fast keinen. Sollte sich der Chef des berühmtesten Automobilkonzerns der Welt dermaßen irren können? Oder ist vielleicht im September der Wunsch an ihn herangetragen worden, den „Willkommens-Staatsstreich der Kanzlerin“ zu unterstützen? Man stelle sich nur vor, wie die Stimmung damals gekippt wäre, hätte Zetsche vor der Einwanderung Hunderttausender Unqualifizierter gewarnt. Stattdessen stärkte er der Kanzlerin mit einem Orakel den Rücken, an das er selber unmöglich geglaubt haben kann. In diesem Zusammenhang nicht unerheblich ist der Hinweis, dass Daimler unter den großen Autokonzernen in Deutschland in den vergangenen Jahren die größten staatlichen Hilfen erhalten hat. Allein aus dem Konjunkturpaket II bezog der Stuttgarter Konzern Angaben der FAZ zufolge knapp 64 Millionen Euro. Inzwischen hat die Bundesregierung sogar, nachdem sie sich vorher lange gesträubt hatte, der Kaufprämie für Elektroautos zugestimmt. Eine Hand wäscht die andere. Die AfD ist weit entfernt davon, der Industrie vorschreiben zu wollen, wen sie einzustellen hat. Wenn die deutschen Dax-Konzerne unter anderthalb Millionen Einwanderern gerade einmal 54 finden, mit denen sie etwas anfangen können, ist das ein Skandal, für den nicht die Konzerne, sondern die Bundesregierung verantwortlich ist. Wenn aber der Lenker eines dieser Konzerne für die Grenzöffnungspolitik der Kanzlerin die Propagandatrommel rührt, ist er ein fester Bestandteil dieses Skandals und liefert einen weiteren Beleg für die Unterstellung, dass den Großkonzernen soziale Verantwortung ziemlich fremd ist.

 

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